Von der Lust am Spielen im Dreck…


 „  Jo mir hann, gespielt, am liebschde nur im Dreck… „

 

Diese kleine Textzeile dürfte nur den allerwenigstens bekannt sein. Sie stammt aus einem saarländischen Lied und heißt ins Hochdeutsche „übersetzt“:

„ Wir haben gespielt, am liebsten nur im Dreck… „

 

Auch wenn das Lied selbst aus einer Zeit stammt, in der Kinder zwangsläufig im viel besungenen Dreck spielen mussten, da es kaum andere Möglichkeiten gab, die Faszination, die das „sich dreckig machen“ beim Spielen auf Kinder ausübt, hat im Prinzip bis heute nicht nachgelassen.

 

Das ist in Zeiten von Computerkonsolen und allerlei Regeln für Hygiene in immer mehr Bereichen bemerkenswert…und vielleicht auch ermutigend.

 

Als Erwachsene stellt man etwa fest, dass Tätigkeiten im beruflichen Alltag immer weniger mit der realen, greifbaren Welt zu tun haben. Die virtuelle Welt erfasst immer mehr Bereiche, selbst in Berufen, die naturgemäß besagte Natur zum Gegenstand haben. Landwirtschaftliche Betriebe mit regelrechten computergesteuerten Melkfabriken sind dafür ein gutes Beispiel.

 

Doch die Menschen spüren das tief sitzende Bedürfnis, den Kontakt zur Umwelt zu pflegen. An den Freizeitaktivitäten der Menschen kann man es gut ablesen: man will raus ins Freie, sucht das „echte Leben“ und manch einer gar die Gefahr.

 

Genau dieses Grundbedürfnis dürfte auch bei Kindern den Ausschlag geben, wenn sie den direkten Kontakt mit den Elementen suchen, sei es Erdreich, Wasser, Gras, Zweige und eben alles, was man im Jargon gerne etwas lieblos und herabsetzend als „Dreck“ bezeichnet.

 

Als Eltern sollte man sich nicht scheuen, dieses Bedürfnis zu fördern. Kinder die „sich dreckig machen“, sind gesund, wie man gemeinhin auch sagt. Und da ist vermutlich einiges dran. Denn Abwehrkräfte werden vom Körper nur gebildet, wenn es die Notwendigkeit dafür gibt. In einem nahezu sterilen Umfeld braucht es diese nicht.

 

Um aber draußen auch wirklich Spaß zu haben und möglichst viele Spielwelten erleben zu können, braucht es auch das richtige Spielzeug, um die Motivation dauerhaft zu halten. Kindertraktoren, Bagger und alles, was als Transportmittel für den vielbesagten „Dreck“ geeignet ist, wie z.B. Anhänger und Trailer, sind da die perfekte Wahl.

 

Mit einem Trettraktor kann ihr Kind das Leben auf einem Bauernhof eben noch so nachspielen, wie es eigentlich sein sollte, und dabei darf man sich eben auch mal „dreckig“ machen :)



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