Spielerisches Lernen durch Praxis und Theorie

spielen erziehung beschaeftigung
20.09.2017 21:15

Spielen soll Spaß machen. Tut es das nicht, wird sich ein Kind eine andere Beschäftigung suchen. Der Spielspaß ist also die Motivation, sich mit dem Spielzeug oder dem Spielszenario überhaupt zu befassen.

 

Langweilig kann es aber auch werden, wenn die individuellen kognitiven und/oder handwerklichen Fähigkeiten nicht ausgereizt oder gefördert werden. Nach einer gewissen Zeit ist es normal, dass die Sache langweilig wird, wenn sie nicht „ausbaufähig“ ist. Und irgendwann kommt der Punkt, wo dieser Ausbau immer komplexer wird und ohne den nötigen „Background“ nicht mehr zufriedenstellend funktioniert. Spätestens dann braucht es mehr als nur Spielzeug und Phantasie.

 

Was heißt das für Trettraktor, Bagger & Co?

 

Ein Kindertraktor oder Bagger ist nicht einfach nur ein Kinderfahrzeug. Er dient nicht nur dem Fahren, sondern bietet je nach Ausstattung zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten zum Spielen und um auf kreative Weise immer komplexere „Projekte“ durchzuspielen. Die Anregungen dafür holt sich ein Kind aus dem Alltag um sich herum. Es schaut sich ab, was es tagtäglich sieht, sei es im direkten Umfeld oder auch durch indirekte Informationen wie Kinderbücher und Fernsehen.

 

Wenn man dem Kind die Möglichkeiten gibt, sich mit seinem Trecker einen richtigen kleinen Bauernhof aufzubauen oder es mit dem Bagger die Welt der Baulöwen erkunden lässt, kann man das Ganze dadurch unterstützen, dass man auch die richtige „Fachliteratur“ anschafft.

Das mag etwas theoretisch klingen, ist aber an sich logisch und im Prinzip ganz praktisch. Kids, die in einem Kinderbuch in einer schönen Geschichte verpackt das Leben auf dem Land kennen lernen, finden dadurch viele neue Anregungen und Ideen. Und wie bei allem wollen sie diese auch möglichst realistisch nachspielen, denn genau das ist der von der Evolution erdachte eigentliche Sinn des Spielens.

 

Kinder-Traktor bzw. Bagger einerseits und Kinderbücher oder auch entsprechende Kindersendungen andererseits bilden also eine Art Einheit. Der schöne pädagogische Effekt dabei ist ganz nebenbei, dass die Eltern so auch auf bequeme Weise eine gesunde Mischung aus Spielen im Freien und dem Beschäftigen mit den Medien schaffen können.

 

Wer weiß…vielleicht will Junior nach der Sendung mit der Maus oder einer anderen lehrreichen Kindersendung, in der  gezeigt wurde, wie ein Bauer mit seinem Trecker zum Beispiel die Heuernte einfährt und zu Ballen bündelt, danach auch selbst mal nach dem Mähen des heimischen Rasens das „Heu“ mit dem eigenen Kindertrecker einfahren. 



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